Heute geht es um den ganz alltäglichen Wahnsinn in der heutigen Zeit… Auch wenn es bei mir schon über 2 (zwei!) Jahre her ist, dass ich dem tagtäglichen „Immer-höher-schneller-weiter“ den Rücken gekehrt habe – es gibt Momente, in denen das Gefühl wieder sehr präsent wird.
Zum Beispiel immer, wenn ich das Lied von Tim Bendzko höre… Es hat zwar auch schon einige Jährchen auf dem Buckel, aber die Worte triggern mich immer noch an, vor allem diese: “… Irgendwie bin ich spät dran, fang schon mal mit dem essen an. Ich stoß dann später dazu. Du fragst wieso weshalb warum, ich sag wer sowas fragt ist dumm. Denn du scheinst wohl nicht zu wissen was ich tu.“
Denn darin spiegelt sich die typische Selbstüberschätzung des Einzelnen (seiner Aufgabe und Bedeutung für das „Große Ganze“) wider – und damit verbunden auch eine gewisse Missachtung der Anderen und ihrer Aufgaben. Leider geschieht so etwas wirklich im „echten Leben“. Gerade, wenn die Arbeitsbedingungen schwerer werden, stellt sich leider keine Solidarisierung untereinander, sondern eher eine Art Hackordnung ein. Die Kollegen werden als Gegner betrachtet. Familienangehörige und Freunde wandern in den Hintergrund. Und man tut sich selbst dabei am meisten weh.
Dieses Phänomen hat einen Namen – sogar zwei – in Fachkreisen, das ist schon ein weiteres Indiz dafür, dass es kein Einzelfall ist: Interessierte Selbstgefährdung oder Indirekte Steuerung.

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Wann hast Du zuletzt auf dem Kopf gestanden? Ich meine nicht, vor Wut oder Ungeduld. Sondern, um Dir die Welt einmal aus einer anderen Perspektive anzusehen. Noch gar nicht? Es ist Dir nicht bewusst?! Dann wird es höchste Zeit, damit anzufangen!
Yogis haben ja eine spezielle Beziehung zum Kopfstand. Er gilt als der „König der Asanas“, wirkt verjüngend, belebend, zentrierend, Vertrauen fördernd, ja fast als Wundermittel für alle kleinen und größeren Probleme. Viele lieben ihn und können sich einen Tag ohne Kopfstand gar nicht vorstellen.
Ich habe ein eher „ambivalentes“ Verhältnis zu dieser Yogahaltung. Zwar habe ich ihn schon das eine oder andere Mal geschafft, auch schon ohne Wand oder Hilfestellung, aber wohl fühle ich mich dabei nicht. Es kostet mich zu viel Überwindung, in die Position zu kommen. Sowohl im Körper als auch im Kopf. Man braucht viel Vertrauen in sich selbst, in seine Kraft, seine Balance. Das ist – wie im echten Leben – mal mehr, mal weniger vorhanden.
Was ich dafür aber für mein Leben gern mache: den MENTALEN Kopfstand. Was das ist, wie man ihn macht und wofür er gut ist – darum geht es im heutigen Beitrag. Weiterlesen